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Wein & Speisen Teil I
Harmonie durch übereinstimmende Aromen:
Hier werden Speisen und Wein durch aromatischen Gleichklang in
Harmonie vereint. Gerichte mit Paprika passen z.B. sehr gut zu
Weinen aus Cabernet Sauvignon, die meist ein Paprika-Aroma besitzen.
Buttersaucen harmonieren mit Chardonnays, die im Barriquefass
ausgebaut wurden und durch diese spezielle Weinbereitung buttrige
Aromen erhalten.
Harmonie durch Schaffung von Gegensätzen:
Bei dieser Kombination braucht man außer Weinwissen ziemlich
viel Fingerspitzengefühl. Damit aber lassen sich ergänzende
oder gegensätzliche Aromen bei Weinen und Speisen zu effektvollen
Kombinationen vereinen. Eine klassische Variante ist die Begleitung
herbstlich-erdig schmeckender Wildgerichte mit den fruchtigen Weinen
der Spätburgunder-Rebe. Oder z.B. ein Riesling, der mit seinen
fruchtigen Aromen den oft erdigen Geschmack einer Forelle belebt.
Harmonie durch Kombination der Eigenschaften von Wein und Zubereitung
von Speisen:
Zunächst muss man sich über die Haupteigenschaften des
Essens und der Weine - etwa hinsichtlich ihres Gehalts an
Säure, Süße, Alkohol und Tanninen - klar
werden.
Die Faustregeln:
Geschmortes und Gegrilltes:
Säurearme, tanninreiche Rotweine
mit hohem Alkoholgehalt.
Gekochtes und Gedünstetes:
Tanninarme Weinen (besser zu Weissweinen.)
mit hohem oder niedrigen Alkoholgehalt.
Rohes und Mariniertes:
Säurebetonte, tanninarme Weine mit
niedrigem Alkoholgehalt.
Fettreiche Speisen:
Hoher Alkoholgehalt. Fettarme: Niedriger Alkoholgehalt.
Bittere Speisen:
Säurearme, halbtrockene, tanninarme Weine.
Scharfe Speisen:
Säurebetonte, halbtrockene, tanninarme Weine.
Speisen mit viel Süße:
Säurebetonte, süße
Weine (Süße braucht immer Säure!)
Speisen mit weniger Süße:
Säurearme, trockene
Weine
Säurereiche Speisen:
Halbtrockene oder süße Weissweine
Säurearme Speisen:
Säure egal, Wein sollte trocken sein.
Dies sind die Idealkombinationen. In Teil II wird auf Beispiele
und Problemfälle eingegangen.
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